Mission Titelverteidigung geglückt

Fünf Mannschaftssiege brachten unseren Mädchen die erfolgreiche Titelverteidigung. Das diesmal hochkarätig besetzte Turnier der Norddeutschen Vereinsmeisterschhaft u14w hat unseren Mädchen, die als Favoriten antraten, einiges abverlangt. Bei der Anreise hatten wir uns selbst ein Bein gestellt und sind zu früh aus dem Zug. Zum Glück haben die Betreuer von Eintracht Berlin und Neubrandenburg uns mit dem Auto abgeholt: Danke dafür! Wir waren mit der gleichen Mannschaft wie 2015 am Start verstärkt um unser Reserveass Luise.

Tag 1: Die Sonne scheint

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Das Nebenturnier der NVM u14w ist gut besucht, sogar von Jungs und brachte unserer Spielerin Luise am Spitzenbrett leider eine Niederlage in Runde 1.

Die erste Runde geht gegen Eintracht Berlin, die wie immer gut vorbereitet und hochmotiviert sind. Coco konnte an Brett 4 schnell gewinnen, da ihre Gegnerin erst einen Bluff glaubte und dann zwei Figuren einstellte. Luise, Rachela und Andrea folgten Cocos Vorgabe und gewannen ihre Partien ebenfalls, sodass die erste Runde 4:0 an uns ging. Starke Leistung! Die Niederlage von unserer jungen Luise im Nebenturnier kann verschmerzt werden, denn alle haben genau so einmal angefangen und noch gibt es da viel zu lernen – wobei das auch für unsere Großen gilt 🙂

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Die Runde 1 steht bevor: (v. l.) Coco, Andrea, Luise und Rachela bekommmen von Anfang an schwere Aufgaben.

In der zweiten Runde trafen unsere Pinguin-Mädels auf die Mannschaft aus Nordhorn, deren Anreise wohl noch stressiger verlief als unsere. Luise musste nochmals Lehrgeld in der Eröffnung zahlen und gab eine Partie im Nebenturnier der Meisterschaft ab. Die Hausaufgaben für das Training in Berlin nehmen Kontur an und ihre gute Laune und das Selbstbewusstsein sind ungebrochen! Coco konnte von einem Dameneinsteller profitieren und sammelte alle Geschenke plus den vollen Punkt ein.

Kurz darauf meldete sich Andrea, die in Eröffnungsverwicklungen kam, die sie selbst überraschten. Mithilfe des Computers konnten wir bei der Analyse sehen, dass die meisten ihrer Überlegungen richtig waren. Rachela spielte trotz Kopfschmerzen nach kurzem Mittagsschlaf ihr Programm runter und konnte den vollen Punkt einspielen. Luise kämpfte lange in ausgeglichener Stellung, musste am Ende aber die Waffen strecken. Wir gewinnen den Mannschaftskampf also mit 3:1.

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Andrea mit Weiß am Zug muss sich überlegen, ob Dd2 reicht. Was aber ist nach 10. b4 Dxb4 11. Tb1 Da5 12. Lxd4 oder ginge nach 10. b4 Sc2+ 11. Dxc2 Lxe3 12. Dxe3+ und wer steht dann besser?

TAG 2: Konzentriert und gut gelaunt

Am zweiten Tag stand das Match gegen die erste Mannschaft von Lübeck an. Die gehören zu den Teams, die das Niveau in diesem Jahr hochsetzen. Zum Glück gab es wieder mal Coco, die mit einem schnell erspielten Sieg unsere Mädchen in Führung brachte. Witzigerweise spielten sie und Luise die gleiche Eröffnung und bei beiden sehen wir wieder mal, es gibt noch einiges zu tun. Luise spielte gegen die Ersatzspielerin vom Hamburger SK und endete nach zwei Figureneinstellern im Mittelspiel auf der Verliererstraße. Bei Coco lief es umgekehrt, gerade als die Gegenerin den Eröffnungssturm überstanden hatte und Remis anbot, verschenkte sie ihre letzten Figuren.

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Vor der dritten Runde: die jungen Schachdamen sind weiter motiviert und gut gelaunt.

Andrea und Rachela spielten lang und konzentriert mit dem besseren Ende für die Pinguine. Andrea konnte im Mittelspiel einen Bauern gewinnen und trotz einiger Verwicklungen diesen Vorteil ins Endspiel retten. Das reichte. Rachela wurde zur Boa Constrictor und erdrückte ihre Gegnerin auf dem Brett. Eine Musterpartie! Luise spielte über fünf Stunden, stand lange besser und wickelte ein völlig gewonnenes Bauernendspiel in ein Remis ab. Als sie im Damenendspiel mehr wollte, konnte sie am Ende glücklich über die Punkteteilung sein.

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Rachela mit Schwarz wartete auf den weißen Zug. Sie rechnete mit f3, wonach der Plan war, den Springer über d8 und f7 nach h6 zu überführen, den König nach f7, um dann mit g4 das Spiel zu öffnen. Weiß zog Sg4 und ersparte ihr einiges an Arbeit.

Runde 4 begann mit einem Remis für Coco. Sie hatte sogar Gewinnchancen, die waren aber unklar und da sie für ihren Angriff eine Figur geopfert hatte, zog sie das Dauerschach vor. Luise hatte spielfrei im Ersatzspielerturnier, fand aber trotzdem eine Partnerin für Trainingspartien, von denen sie zwei gewann und eine verlor. Rachela konnte schnell gewinnen. Dann sammelten auch Luise und Andrea volle Punkte ein und so führen die Pinguine (wenn ich mich nicht verrechnet habe) vor der Schlussrunde mit zwei Mannschafts- und drei Brettpunkten vor dem Nächstplatzierten.

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Burg Stargard: Pinguine und Eis haben hier Vorfahrt – unseren Mädchen hat es gefallen!

In Runde 5 gegen Olafs Team von Borussia Friedrichsfelde gab es ein glattes 4:0. Alle waren hochmotiviert. Luise hat im Ersatzspielerturnier gepunktet. Coco konnte bereits nach einer halben Stunde mit ihrem Springer den Turm auf h8 erobern und gewann souverän. Luise und Andrea erhöhten und Rachela verwandelte einen Mehrbauern im Endspiel zum Punkt.

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