Deutscher Vizemeister u14w und Bronze u12

Unsere Pinguin-Mädchen sind Deutscher Vizemeister in der Altersklasse u14w geworden! Großer Jubel um, von und für Coco Lepu Zhou, Andrea Grey, Luise Schnabel und Rachela Rosenhain und den Betreuer Thomas Rosenhain. Gleichzeitig haben die u12 Jungs dem kaum nachgestanden und holten bei der Deutschen Meisterschaft ihrer Altersklasse den Bronzepokal. Auch hier Riesenjubel bei Jonathan Rosenhain, Franz Theodor Franz, Joachim Morczynski und Daniel Sulayev sowie den Ausnahmetrainern Julia und Michael Richter.

In Düsseldorf begann die DVM u14w für unsere an 2 gesetzten Mädchen sofort an den Livebrettern, die sie nicht mehr verlassen haben. Die zuhause gebliebenen Eltern und Freunde fieberten auf chess24 live mit. In unserer Whatsapp-Gruppe gab es dazu persönliche Kommentare der Spielerinnen und Fotos sowie Jubel der Eltern. Nun aber zum Schach:

Tag Eins – Runde 1+2:

Coco brachte uns früh in Führung. Es gab bei ihr Geschenke ohne Ende. Vor allem die Dame und ein Turm brachten einen uneinholbaren Vorteil und ein schnelles 1:0. Rachela erspielte sich einen leichten Vorteil, den sie langsam aber sicher zum Sieg knetete. Die größten Sorgenfalten bereitete Andrea mit ihrem schlechtesten der schlechten Läufer – eingesperrt im Verlies durch die eigenen Bauern. Der wurde nicht befreit, satttdessen siegte sie mit aktivem Spiel über die a-Linie und ohne Läufer, der als Spargroschen hinten blieb. Luise spielte gegen einen Isolani auf d4, sicherte sich das Läuferpaar und holte sich schließlich auch materiellen Vorteil zum Sieg. 4:0

In Runde 2 übernahmen die Mädchen die Tabellenführung durch ein weiteres 4:0. Bevor die Livebretter mit 15 Minuten Zeitverzögerung auf den Internetseiten angingen, hatte Coco bereits gewonnen und es stand 1:0. Andrea spielte souverän einen Raumvorteil im Zentrum aus. Rachela gewann im Mittelspiel eine Figur und holte den Punkt ohne Probleme. Luise quälte ihre Gegnerin mit Qualitätsvorteil über mehr als vier Stunden und hatte damit am ersten Tag fast acht Stunden mehr gespielt als Coco. Danach gab es für alle Pizza.

Tag Zwei – Runde 3+4:

Am zweiten Tag musste Coco erstmals eine richtige Partie spielen und bekam ihre Revanche für Willingen. Hatte sie bei der DEM gegen dieselbe Gegnerin noch trotz Mehrfigur verloren, gewann sie diesmal mit einer geschenkten Mehrfigur. Auch bei Rachela gab es einen schnellen Sieg, so dass unser Mittelfeld im Fokus stand. Luise stand deutlich schlechter als uns der Betreuer der Gegner überraschte und seiner Spielerin zum Remis riet. Andrea dagegen kam mehr und mehr auf die Siegesstraße, aber ein zu schnell vorgezogener Mehrbauer erwies sich dann doch eher als Schwäche denn als Druckmittel. Zweimal Remis bedeuteten ein 3:1.

Das Spitzenduell folgte am Nachmittag. Solingen sorgte für die beiden einzigen Niederlagen unseres Teams. Rachela spielte eine sehr spannende Partie, mit der sie selbst  nicht zufrieden war: wohl weil sie die ganze Zeit dabei Regie führte und kein Happy End ins Drehbuch geschrieben hatte. Luise und Coco konnten mit ihren Punkteteilungen zufrieden sein. Andrea hatte im zweischneidigen Spiel mit entgegengesetzten Rochaden Feuer auf dem Brett, das leider zuerst bei ihr brannte. Nach dieser bitteren Niederlage gab es einen kuscheligen Kinoabend mit einem Fantasy-Horror-Film. Alpträume gab es nur beim Betreuer – aber eher von schlechten Läufern usw.

Tag Drei – Runde 5+6:

Gegen die Gastgeber aus Düsseldorf zeigten die Mädels am nächsten Tag, dass sie die Niederlage gut verdaut hatten. Die absolute Glanzleistung zeigte an diesem Tag Coco, die ein Turmendspiel mit zwei Minusbauern Remis hielt. Rachela sah zunächst wie die sichere Siegerin aus, verlor aber ihren Mehrbauern und gab ihr Turmendspiel Remis als klar war, das unser Mittelfeld punktete. Luise dominierte ein Doppelturmendspiel, Andrea entfaltete ein taktisches Feuerwerk, bei dem sie Drohungen ihrer Gegnerin mit stärkeren Drohungen auskontern konnte. 3:1 Sieg.

Am Nachmittag spielte Luise ihre einzige Partie unter drei Stunden und nahm ein frühes Remis gegen Erfurt an. Diesmal war es Coco, die ihre Gegnerin mit einem Qualitätsvorteil lang quälte und souverän punktete. Rachela gewann ein remisiges Turmendspiel mit Hilfe der Gegnerin mit einem schönen Matt. Andrea nutzte in einem vorteilhaften Leichtfigurenendspiel eine Springergabel, um sich den Sieg einfacher zu machen. Ein erneuter Kino- und Pizza-Abend sollte danach Kraft für das Finale geben.

Tag Vier – Runde 7:

Gegen Halle ging es zunächst darum mit anderthalb Punkten Platz 2 zu sichern und auf der Lauer zu bleiben, sollten die führenden Solinger schwächeln. Die taten uns diesen Gefallen nicht, aber die Mädels ließen es auf dem Brett trotzdem nochmal krachen. Rachela gewann als erste gegen das Wolga-Gambit und holte das 1:0. Coco spielte mit Wolga und wickelte in ein gewonnenes Damenendpiel um, das klar gewonnen war. Ihr schien das längst nicht so klar und so bot Coco Remis, was die Gegnerin gerne annahm. Damit war die Vizemeisterschaft gesichert. Luise und ihre Gegnerin mauerten das Brett mit ihren Bauern zu – Remis. Andrea dagegen konnte nochmals ihre ganze Klasse zeigen und holte einen weiteren Punkt mit dem wir trotz einer Niederlage genauso viel Brett- und Buchholzgegner wie die Sieger einsammelten.

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